SO FLAUSCHIG! - FELI DER FURRY

Wir: Flauschig, fellig, schrill und oftmals total bunt. Furrys sind aus Second Life kaum mehr wegzudenken. Sie haben ihren ganz eigenen Stil und sorgen immer für Aufmerksamkeit.
An vielen Plätzen mit offenen Armen empfangen sind sie jedoch auch oft verpönt und ungern gesehen. Aber was genau ist ein Furry? Woher kommt dieser komische „Fetisch“? Es gibt viel Unwissenheit in der Welt gegenüber den Furrys. Und das nicht nur in Second life. Ich möchte euch gerne das Leben als Furry, woher sie kommen und warum nicht alle Vorurteile der Wahrheit entsprechen, näher bringen.

Furry? Hab ich noch nie gehört, was ist das?

Furrys sind Tier Avatare die anthropomorphe Züge aufweisen. Anthropomorphismus ist ein Begriff  aus dem Griechischen und beschreibt das vermenschlichen von Gestalten wie Tieren, Göttern, Naturgewalten und ähnlichem. Furrys haben ihre große Leidenschaft nicht erst in Second Life entdeckt, die Liebe zu diesen Wesen liegt schon viel weiter zurück. Eins der wohl bekanntesten anthropomorphen (unter Furrys kurz „anthro“) Tiere unserer Geschichte ist wohl Micky Maus. Aber auch Donald Duck, Rogger Rabbit oder Bugs Bunny zählen zu den Furrys.
Was bei uns, unter „Furry Fandom“ bekannt, erst Mitte der 90iger offiziellen Anklang fand wurde in Amerika schon 1980 offiziell von der öffentlich anerkannten Überzeugung des Fan-Forschers Frederik Walter Patten auf eine Science-Fiction-Tagung im Jahr 1980 anerkannt.

Mein Fursona und ich

Eine *Fursona* ist ein Pormanteau der englischen Worten Furry und Persona und wird generell als eine Umschreibung für *das Alter Ego* von Furrys verstanden. Im weiteren Sinne beinhaltet die Fursona meistens auch die Verwendung eines Nicknamens oder Künstlernamen.“

Viele Furrys haben nicht nur einen Fursona sondern einen persönlichen Fursona, ein Alter Ego mit dem sich diese Personen auf sehr intime Weise identifizieren. Auch ich habe meinen ganz persönlichen Fursona. Nicht nur in Second Life stelle ich mich gerne als der weiße Säbelzahntiger mit den Streifen und Leoparden Pünktchen dar. Auch im realen Leben fühle ich mich wie eine große fellige Säbelzahnkatze, auch wenn ich nicht so aussehe. Wer mich kennt, weiß um meine Art und Weise mich als Katze darzustellen. Nicht nur mein „miauen“ als Kommentar, das sich bei mir weit ins Reale zieht und einfach ein Teil von mir ist. Auch die Art und Weise meine Haltung einzunehmen, sind für mich schon ganz normal und schwer abzulegen. Meine Hände und Füße bezeichne ich eher selten als dieses. Meistens sind es für mich einfach Pfötchen oder Pfoten. Ich bin nicht nur in Second Life ein Furry weil es Mode ist. Ich bin ein Furry mit Leib und Seele, das ist meine Lebensweise.
Shapshifter – Was? Ich dachte du bist eine Katze?

Als Shapeshifter bezeichnet man Charaktere in Second Life die oftmals ihren Avatar wechseln und man immer wieder in den verschiedensten Tiergestalten wieder finden kann. Auch ich zähle mich zu den Shapeshiftern. Es macht mir einfach Spaß auch andere Avatare zu gestalten und ihnen eine Seele und einen Charakter zu geben. Dennoch wird sich für mich nie ändern, dass ich im Herzen und in meiner Art zu leben eine Katze bin. Katze mein erstes und einziges wahres persönliches Fursona.

Leider werden Shapeshifter oft missverstanden. So geht die Meinung umher, dass ein Shapshifter kein wirkliches Fursona hat, kein echter Furry, auch im Realen ist oder einfach eine gespaltene Persönlichkeit hat. Sicherlich trifft das hin und wieder zu aber nicht immer. Second Life bietet einfach zu viele Möglichkeiten sich immer wieder neu zu erfinden und neu zu gestalten das es wirklich schwierig ist, der Versuchung als kreatives Kätzchen zu wieder stehen.
Warum hast du dich entschieden ein Furry zu sein?

Ich habe schon sehr früh, etwa im Alter von 11 oder 12, für mich entdeckt wie toll es ist, sich wie eine Katze zu verhalten. Mit den Jahren hat sich mein Drang, mich damit zu identifizieren, immer mehr verstärkt und sich zu einem Lebensstil entwickelt, den ich nicht wieder ablegen möchte. Für mich ist das keine Modeerscheinung mehr. Es ist meine Art zu leben, zu lieben und zu sein. Um euch das ein bisschen einfach darzustellen, vergleiche ich mich mal mit einem überzeugten Vegetarier oder jemanden der aus Überzeugung in seinem Glauben lebt. All das ist eine Art von Lebensstil und Lebensweise, die eine Person ausmachen und ihr ihren Charakter verleihen. So ist es bei mir eben die Katze. Dass ich ein Furry geworden bin, hat sicherlich mehrere Gründe. Zum einem spielt da meine liebe zu Katzen und Tieren allgemein eine große Rolle. Zum anderen ist es das Verlangen etwas anderes zu sein. Sich von all den anderen abzuheben und von einer Welt zu flüchten, die mir nicht immer gut gesinnt ist, in eine Welt in der ich mich wohl fühle und ich akzeptiert werde genauso wie ich bin.
Vorurteile – Furrys sind doch alle Krank im Kopf

Die Gemeinschaft der Furrys muss leider sehr viel über sich ergehen lassen und wird nur selten voll und ganz in ihrer Art und Weise zu leben akzeptiert. Es gibt viele Vorurteile gegenüber der flauschigen Lebensweise. Das man uns zum Beispiel die Vorliebe zum Sex mit Tieren vorwirft, ist nur die Spitze des Eisberges. Hierzu sei direkt gesagt: Wir lieben Tiere, sie haben bei Furrys einen sehr hohen Stellenwert, aber wir identifizieren uns nicht damit das unsere Art und Weise mit der Sexualität umzugehen, sich auf Tiere bezieht. Ich selber betrachte mich beim Akt nicht als Tiere wie sie in der Natur ursprünglich vorkommen. Sondern als Personen mit sehr viel Menschlichkeit, naja und auch sehr viel Fell.
In meinem Leben als Furry bin ich schon vielen Personen begegnet die die unterschiedlichsten Ansichten über diese Kultur haben und die unglaublichsten Gründe warum sie diese nicht leiden können. So auch die Meinung, dass wir Furrys immer nur an Sex denken würden und wo wir uns treffen eh nur große Orgien feiern würden. Nun, Furrys gehen im Allgemeinen sehr öffentlich mit ihrer Sexualität um, was wohl daran liegen mag, das sie keine Lust haben, sich zu verstecken, wo der „normale“ Mensch sich ungehindert ausleben darf. Das unsere Vorlieben und Fantasien was das Sexuelle betrifft, jedoch so stark heraus sticht, mag daran liegen, das wir als Community nicht so viel Platz und Freiraum haben, uns ungehindert zu bewegen. So wie es für „Menschen“ schon ganz normal ist, das sie unendlich viele Pornoseiten haben und auch in Second Life auf eine unzählige Masse an Sim´s mit sexuellen Hintergrund zurückgreifen können ,gestaltet es sich für Furrys eher schwierig. An vielen Orten werden Furrys nicht anerkannt und einfach nicht gerne gesehen. Oftmals werden wir vertrieben, eben genau aus dem Aspekt des „Tiersex“ oder aber man hält uns nahe, das Kostüm abzulegen und zum Mensch zu werden. Es gibt im Vergleich zu den Orten an denen Menschen gerne gesehen sind, sehr wenige Orte an den Furrys auch wirklich mit offenen Armen empfangen werden. All das führt dazu, dass der „Furry Fandom“ sich seine eigenen Plätze schaffen muss um seine Neigungen und lieben auszuleben.
Wenn die gänzlichen Menschen unter euch sich mal ans Herz fassen und darüber nachdenken, wird euch sicherlich bewusst, dass es bei ihnen oft genauso „schmutzig“ zugeht wie bei der flauschigen Fraktion der Menschheit.

Second Life – Real Life. Wo ich lebe ist egal, wie ich lebe ist wichtig

Ich bin nicht nach Second Life und habe die Furrys entdeckt. Ich bin ein Furry und habe Second Life für mich entdeckt. Es ist nicht ganz einfach sich im realen Leben so auszuleben wie man es gerne hätte. Gerne würde ich mir eine sogenannte Fursuit zulegen, die ganz meinem persönlichen Fursona entspricht und dauernd damit herumrenne. Leider ist das ein sehr teures Unterfangen und es gibt dabei sehr vieles zu beachten. Vom Ersteller und der Genauigkeit des Endproduktes bis hin zu der Art des Fursuit und seine vorgesehen Funktion. Als ich nach Second Life kam, war ich schon lange ein Furry. Umso freudiger war ich, als ich gesehen habe, welche Möglichkeiten einem Second Life in dieser Form bietet. Endlich ein Ort an dem ich sein kann was ich mir so sehnlichst wünsche.
Second Life ist ein Ort der Kreativität, aber auch ein Ort an dem viele das sein können, was sie sich so sehr wünschen.
Es ist natürlich verständlich, dass es auf gewissen Sims Vorschriften gibt. Rollenspieler Sims die sich zum Beispiel mit Gor beschäftigen sind wohl kaum geeignet für einen Furry. Die gibt es in der Geschichte von Gor halt einfach nicht.
Dennoch ist ein Furry wohl realer als ein Goraner. Der „Furry Fandom“ ist keinem Buch entsprungen. Furrys leben unter euch. Vielleicht ist dein Nachbar ein Furry, du weißt es nur nicht.
Und du bist vielleicht ein Fan von Furrys ohne es zu wissen weil du die vermenschlichten Tiere von Disney liebst.

Furrys wünschen sich nichts weiter als Toleranz unter Menschen. Der felllose Zweibeiner ist auf sehr vielen Sims in Second Life und Orten für Furrys im realen Leben willkommen und gern gesehen. Wie toll wäre es doch wenn die felligen Zweibeiner von den Menschen ebenso mit offenen Armen empfangen werden würden…
(Bildquelle: www.derwesten.de)

Sub und Furry – Warum ich in meinem Subdasein ein Mensch und kein Furry bin

Für viele mag es nicht verständlich sein warum ausgerechnet ich, die so sehr darauf besteht; als Furry angesehen zu werden und auch als solcher leben zu können, nun plötzlich doch in Second life als Mensch herum laufe. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Ich habe einen Menschen gefunden der es absolut Wert ist sich seinen Wünschen zu ergeben. Es liegt nicht daran das meine Miss mich nicht als Furry tolerieren würde. Sie toleriert mich genauso wie ich bin. Dennoch weiß ich, das sie sich nicht wohl fühlen würde, wenn sie ein RP mit mir als Furry machen würde, oder mich als Furry mit Cuffs herumlaufen lassen würde oder gar einem Maulkorb. Wie sie immer so schön sagt: „Nicht das da mal der Tierschutzverein vor der Türe steht wenn ich dich als Kätzchen verhaue“. Ich fühle mich in der Gegenwart meiner Miss wohl, egal ob als Mensch oder als Furry, weil mich meine Miss so nimmt, wie mein Charakter ist und nicht wie mein Aussehen ist, ebenso wie ich ihr so ergeben bin, weil sie als Mensch einen wunderschönen Charakter hat und nicht wegen dem wie sie aussieht. 
Ich weiß meine Miss wird nie vergessen: Ich bin ein Furry, egal ob ich nun ein Menschenkostüm trage oder mein Fell zeigen darf, mein Charakter wird sich dadurch nicht ändern.

©FelicaLiriel (Feli)

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