Simtipp: Natthimmel – Sula Sgeir (Moderat)

Natthimmel – Sula Sgeir

Hinter dem Projekt Natthimmel stehen die Owner Konrad (kaiju.kohime) und Saskia Rieko. Über die Regionen der beiden habe ich bereits mehrfach berichtet, da sie etwa alle drei Monate ein neues Ambiente nebst passender Geschichte erschaffen. Es bleibt also immer spannend! Ihr findet sämtliche Beiträge dazu hier.

Natthimmel – Sula Sgeir

Die aktuelle Installation ist wieder auf ihrer Homestead namens NewMoon aufgebaut. Das gewählte EEP unterstreicht die Atmosphäre perfekt. Um die volle visuelle Pracht zu erfassen, ist ein PBR-fähiger Viewer zwingend notwendig. Für ein noch intensiveres Erlebnis empfehle ich zudem, den Sound voll aufzudrehen.

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TELEPORT NACH NATTHIMMEL

Natthimmel – Sula Sgeir

Gestern kam folgende Nachricht über ihre Gruppe: 

Liebe Freunde von Natthimmel,
diesen Sommer öffnen wir Natthimmel mit Sula Sgeir. Wie immer hoffen wir, dass euch unser Ort gefällt. Ein großes Dankeschön an Art Oluja für den tollen Input und das hervorragende, immersive Audio-Erlebnis, das sie uns geboten hat.
Wir hoffen, euch alle bald zu sehen – und vergesst nicht, eure Tauchausrüstung und euren Neoprenanzug anzuschnallen! ;-)
Die Sim ist ab Mittwoch, den 29. Juli, um 11:00 Uhr geöffnet.
Viele Grüße
Art, Saskia & Konrad
 

Natthimmel – Sula Sgeir

Da ich ein großer Fan der beiden bin, musste ich mich heute Morgen natürlich sofort dorthin aufmachen. Saskia und Konrad verfassen zu jedem ihrer Umbauten eine stimmungsvolle Geschichte, die das Ganze untermalt – so auch dieses Mal (Übersetzung von mir): 

Natthimmel – Sula Sgeir

Sula Sgeir ragt wie ein abgebrochener Zahn aus dem Nordatlantik empor – scharf, einsam und ein Ort, an dem der Wind niemals zur Ruhe zu kommen scheint. Auf den meisten Landkarten ist die Felseninsel kaum mehr als ein Punkt, doch für diejenigen, die sie kennen, lebt der Fels: Eine Welt voller Vögel, Stürme und Geschichten.

Jeden Sommer, wenn die See ruhiger wird und das Tageslicht lange anhält, legt ein kleines Boot in Ness auf der Isle of Lewis ab. An Bord sind Männer, die diese Reise schon ihr ganzes Leben lang machen. Sie sprechen nicht viel; der Ozean verlangt Aufmerksamkeit. Als sie sich Sula Sgeir nähern, wird die Luft dicht vom Geschrei der Basstölpel, die wie weiße Glut über den Klippen kreisen.

Unter der Crew ist Eòin, der Jüngste. Er hat seit seiner Kindheit Geschichten über die Insel gehört – wie der Fels nachts summt, wie die Vögel in Mustern kreisen, die fast bewusst wirken, und wie sich der Ort älter anfühlt als jede Erinnerung. Doch dies ist das erste Mal, dass er seinen Fuß auf die zackige Oberfläche setzt. Als er den Klippenpfad hinaufsteigt, spürt er es sofort: Sula Sgeir beobachtet ihn. Nicht mit Augen, sondern mit einer spürbaren Präsenz. Der Wind stemmt sich gegen ihn, als wolle er seinen Entschluss prüfen. Die Vögel drehen über ihm ihre Kreise, ihre Schatten flackern wie Signale über den Stein.

In dieser Nacht, während die Männer in der alten Stein-Bothy (Schutzhütte) Zuflucht suchen, schleicht Eòin nach draußen. Der Himmel ist klar, die Sterne stehen gestochen scharf am Firmament. Die Insel ist ruhig, abgesehen von der fernen Brandung. Er geht an den Rand der Klippe und lauscht. Ein tiefes Vibrieren steigt aus dem Felsen auf – subtil, rhythmisch, fast wie ein Atmen. Er kniet nieder und legt seine Hand auf den Stein. Das Summen wird intensiver. Es fühlt sich einladend an, nicht bedrohlich. Als würde die Insel seine Anwesenheit anerkennen.

Doch dann hört er noch etwas anderes.

Ein leises Plätschern. Eine langsame, bewusste Welle. Die Art von Geräusch, die nicht zu Wellen, Robben oder Vögeln passt. Er blickt hinab in das dunkle Wasser unter ihm. Für einen Moment ist die Oberfläche still. Dann bewegt sich eine Gestalt darunter – groß, glatt und mit klarem Ziel gleitend. Kein Fisch. Nichts, was er kennt. Das Mondlicht erfasst das Etwas gerade genug, um eine blasse Wölbung zu enthüllen, vergleichbar mit dem Bogen eines riesigen Panzers. Es zieht einmal, zweimal seine Kreise und sinkt dann tiefer, bis es in der Dunkelheit verschwindet. Das Wasser beruhigt sich, doch Eòins Puls tut es nicht. Am Morgen erzählt er niemandem davon. Manche Dinge sind dazu bestimmt, still mit sich getragen zu werden.

Als das Boot Tage später ablegt, schrumpft Sula Sgeir wieder zu einem Punkt am Horizont. Doch Eòin weiß, dass er zurückkehren wird. Die Insel hat ihn geprägt – und nun auch das Meer. Irgendwo unter diesen Wellen wartet etwas. Etwas, das ihn gesehen hat, genauso gewiss, wie es die Insel getan hat. 

Natthimmel – Sula Sgeir

Am Landepunkt, der sich auf einem alten, morschen Pier befindet, stehen ein Jelly Ride (den man ins Inventar nimmt und anzieht) sowie ein U-Boot zum Rezzen bereit. Denn diesmal besteht die Region hauptsächlich aus einer tiefen Unterwasserwelt. Ich zwänge mich also rasch in meinen Taucheranzug – nun ja, einen Body – und dann ging es auch schon los.

Natthimmel – Sula Sgeir

Wunderschön ist bereits am Landepunkt das Lichtspiel des wogenden Meeres, das sich sanft auf den dortigen Felsen bricht. Der Mond steht so riesig am Himmel, dass ich ihn gar nicht ganz auf ein einzelnes Foto bekam. Wenn man ganz stillhält und genau hinhört, nimmt man am Landepunkt ab und an ein leises Ticken wahr, das vermutlich aus dem kleinen Wäldchen dringt. Ich habe dort zwar nichts direkt entdeckt, dafür aber riesige, türkis versteinerten Schnecken – oder leben sie etwa doch noch?

Natthimmel – Sula Sgeir

Um die Tiefen zu erkunden, habe ich zunächst das U-Boot genutzt, da es mit einem kräftigen Scheinwerfer ausgestattet ist – da unten ist es nämlich extrem dunkel! Nach kurzer Zeit bin ich allerdings ausgestiegen und selbst getaucht; das Boot war mir auf Dauer einfach etwas zu unhandlich.

Natthimmel – Sula Sgeir

Es bot sich mir eine fantastische, fast schon mystische Unterwasserwelt. Beim Tauchen zwischen tiefen Schluchten und glänzenden, bunten Korallen entdeckte ich schließlich Wale. Sie schienen Taucher in voller Montur zu beobachten – wirkten dabei jedoch leblos und trieben waagerecht im Wasser dahin. Leider ist ihnen nicht mehr zu helfen... Die Frage bleibt: Wollten die Wale helfen, oder...? Etwas weiter entfernt traf ich noch auf weitere Wale und majestätische Stachelrochen.

Natthimmel – Sula Sgeir

Diese dunkle, faszinierende Unterwasserwelt zu erkunden, war diesmal durchaus anstrengend, da Sicht und Ausleuchtung sehr düster gehalten sind. Ich habe mir schließlich mit einer unsichtbaren Taschenlampe am Körper etwas Abhilfe geschaffen.

Saskia, Konrad und diesmal auch Art haben hier wirklich etwas Wundervolles und Außergewöhnliches gezaubert. Ich liebe es einfach, wie akribisch sie jedes Mal eine passende Geschichte dazu erarbeiten.

Viel Freude beim Erkunden, Tauchen, Entdecken und Fotografieren.

Natthimmel – Sula Sgeir

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