Second Life Spotlight – Zen Rabbit

Von Linden Lab (von mir übersetzt)

Heute richten wir das Scheinwerferlicht auf Zen Rabbit, die Erstellerin und treibende Kraft hinter der „Zany Zen Railway“. Dabei handelt es sich um ein langjähriges Eisenbahn-Erlebnis, das von realen Museumsbahnen inspiriert wurde und auf einer tiefen Liebe zu Zügen und zur Gemeinschaft basiert.

Wie lange bist du schon in Second Life und wie hast du zum ersten Mal davon gehört? 

Ich bin 2010 mit einem anderen Avatar beigetreten, bevor ich 2012 zu Zen wurde. Von SL gehört habe ich 2007 während eines Urlaubs in Norfolk. 

Was hat dich dazu inspiriert, die Zany Zen Railway ins Leben zu rufen, und wie hat das Projekt begonnen? 

Ich bin schon seit Jahren absolut bahnsinnig, aber ich hatte dieses Hobby eine Weile unter der Oberfläche brodeln lassen und mich auf andere Dinge konzentriert.
Im Jahr 2012 hatten ein Freund und ich einen dampfgetriebenen Zeppelin (was unglaublich... brandgefährlich klingt kichert). Ich beschloss, darauf eine kleine Eisenbahn zu bauen, um Kohle zu transportieren. Das war der Moment, in dem ich mit der Arbeit an meiner ersten Dampflokomotive begann, die den Namen „Pink Lady“ trug.

2013 eröffnete ich einen Laden und nutzte ihn prompt als Vorwand, um daneben eine kleine Schmalspuranlage zu errichten. Das gab mir die Ausrede, die Pink Lady endlich fertigzustellen, woran ich zuvor ein Jahr lang gescheitert war.

Im Jahr 2014 wurde es mir allmählich zu langweilig, nur für den Verkauf zu bauen, da es nur noch um Verkaufszahlen ging und nicht mehr um den Spaß am Erschaffen. Später in diesem Jahr begann ich daher, nach verlassenem Land zu suchen.

Anfang 2015 fand ich eine Parzelle in Somdari, und von da an wuchs das Projekt. Ich hatte großes Glück, dass Guy Linden bereit war, mir bei der Erweiterung des Somdari-Grundstücks zu helfen. Ich machte einfach immer weiter, bis die Strecke durch drei Regionen verlief. 2017 haben wir dann zum letzten Mal erweitert und „Little Coverston“ erschaffen, woraus die Strecke entstand, die die Leute heute kennen.

Die ZZR fängt das Gefühl einer echten Museumsbahn (Heritage Railway) ein, besonders durch ihre britischen Einflüsse. Wie gehst du an Realismus und Details heran, wenn du dieses Erlebnis gestaltest? 

Ich schätze mich sehr glücklich, eine echte Museumsbahn direkt vor meiner Haustür zu haben, die schon in sehr jungem Alter meine Liebe zu Schmalspurbahnen entfacht hat. Als ich 2015 mit der ZZR begann, besuchte ich weitere Bahnen und machte viele Fotos von den Führerständen, kleinen Details und Dingen, die normalerweise kaum jemand sieht. Ich baue so etwas gerne ein, weil ich die Tatsache liebe, dass vor Jahrzehnten jemand sagte: „Das muss genau aus diesem Grund hierhin!“

Ich besuche viele Schmalspurbahnen in Wales und habe mich stark von ihnen inspirieren lassen. Die Details wurden immer feiner, und meine Fähigkeiten haben sich so weit verbessert, dass die neueste Lokomotive, Illios (benannt zu Ehren von Amalia Illios), meine bisher detailreichste ist. Inzwischen geht es mir vor allem darum, den Leuten ein lebensnahes Erlebnis zu bieten – eine gemütliche Fahrt durch die Landschaft, die rund um die ZZR entstanden ist.

Jede Lokomotive und jeder Waggon, den man jemals im Einsatz sieht, befindet sich immer irgendwo auf dem Gelände der ZZR. Wenn man eine Lokomotive gerade nicht fahren sieht, steht sie mit Sicherheit in einem Lokschuppen und wartet darauf, dass sie an der Reihe ist.

Die Züge verkehren nach einem festen Fahrplan und das System ist automatisiert. Kannst du uns ein wenig darüber erzählen, wie das alles hinter den Kulissen funktioniert? 

Ich hatte großes Glück, dass mir einige sehr talentierte Leute bei den Skripten geholfen haben. Es werden viele Nachrichten hin- und hergeschickt, um sicherzustellen, dass Dinge wie die Streckenkarten, Fahrkartenautomaten, Weichen und Signale funktionieren. Meistens läuft alles reibungslos, aber ich fliege oder fahre jeden Tag die ZZR ab, um die Besucherzähler zu kontrollieren und sicherzustellen, dass die Züge pünktlich sind.

Die Eisenbahn hat sich zu einem Ausflugsziel mit einer starken Fangemeinde und vielen Stammgästen entwickelt. Wie ist es für dich zu sehen, dass Menschen immer wiederkommen und den Besuch zu einem Teil ihrer Routine machen? 

Ehrlich gesagt macht mich das sehr demütig. Eines der Dinge, die ich an SL liebe, ist, dass Menschen aus der ganzen Welt zu dieser kleinen Eisenbahn kommen können, um etwas zu erleben, das für mich und viele andere eine große Leidenschaft ist – selbst wenn es nur eine entspannte Hin- und Rückfahrt mit einer Gruppe von Freunden oder dem Partner ist. Für jeweils 1000 Besucher, die ich auf dem Besucherzähler in Somdari sehe, verfasse ich einen feierlichen Post und danke allen für ihren Besuch – denn „eine Eisenbahn ist nichts ohne ihre Fahrgäste“. Ich suche auch immer noch nach Videos und Bildern, die Leute dort machen, und zeige sie hin und wieder meinen Eltern und meiner Familie im echten Leben, da sie wissen, wie viel mir die Bahn bedeutet.

Du hast mit anderen Bewohnern zusammengearbeitet und vielen Menschen gedankt, die dabei geholfen haben, die Eisenbahn zu gestalten. Kannst du uns mehr über diese Kooperationen erzählen und was sie dir bedeutet haben? 

Ich schätze mich sehr glücklich; ohne Menschen wie Dizzi Sternberg, Janet Rossini, Nightshade Fugu, Amalia Illios, Libby Static, Valérie (Valhalla Xaris), Gwain Knightly (gwainalot), Eesoov Elan, Followmeimthe Piedpiper, meine Partnerin Firefly Fairelander und so viele andere weiß ich, dass ich niemals so viele Dinge bei der ZZR hätte verwirklichen können.

Amalia und Eesoov haben maßgeblich dazu beigetragen, einige der besten Features zu entwickeln, wie etwa die Ansagen, das Ticketsystem und die Website. Viele andere Dinge wären ohne Amalia gar nicht erst passiert. Ohne Eesoov würde es die Werke in Cyfnos und Ahndang nicht geben. Sie hat der Eisenbahn Land für Cyfnos gespendet und dann Land in Ahndang gekauft, um ein kleines Schieferwerk zu errichten. Das wurde zum Ausgangspunkt der ZZR-Hintergrundgeschichte (Lore), denn jede Eisenbahn braucht eine Geschichte darüber, wie sie entstanden ist.

Dizzi, Janet und Night sind diejenigen, die 2016 geholfen haben, die ZZR-Züge zu skripten. Ohne sie hätten wir vermutlich bis heute keine Waggons oder Lokomotiven im Einsatz.

Nicht zu vergessen sind all jene, die Seogyeoshire erschaffen haben. Fünf Jahre lang verlief die ZZR größtenteils durch verlassenes Land, bis Roary Ende 2020 Seogyeoshire gründete. Es hat sich rund um die Eisenbahn entwickelt und erstreckt sich mittlerweile über 12 Regionen (Sims). Mein Dank gilt ʀᴏᴀʀʏ ᴀᴘ ᴄʏᴍʀᴜ (RoaryCymru), Libby Static, Valérie (Valhalla Xaris), Zoe Foodiboo, Margaret Maria Verney (MariaAntonia Barenhaut), Georgina Rowley, Cuthbert Helendale, Ernst Osterham und vielen weiteren. 

Was empfiehlst du jemandem, der die Zany Zen Railway zum ersten Mal besucht? Was sollte man auf keinen Fall verpassen? 

Das ist eine schwere Entscheidung – es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen drei Dingen:

  • Die Werke in Cyfnos und die Lokschuppen: Dort kann man sich die Lokomotiven und Waggons ganz aus der Nähe ansehen.
  • Das Stellwerk am Bahnhof Somdari: Es bildet genau das ab, was gerade auf der Eisenbahnstrecke passiert.
  • Der Bahnhof Seogyeo: Das ist der Ort, an dem die Züge aneinander vorbeifahren. Außerdem ist es ein idealer Zwischenstopp, um die Stadt Seogyeo und das weitere Umland von Seogyeoshire zu erkunden. 

 

Wo kann man die Zany Zen Railway besuchen oder Updates verfolgen? 

Website
Seogyeoshire-Discord
Primfeed
Flickr
YouTube
BSKY
 

ZUSÄTZLICH helfe ich bei der Leitung einer Gruppe namens GLTSL (Great Little Trains of Second Life), was eine Anspielung auf die reale Gruppe The Great Little Trains of Wales ist. Das ist ein Zusammenschluss vieler Schmalspurbahnen, die kooperieren. Entlang der beteiligten Strecken findet man überall Landmark-Tafeln, die die Standorte aller Bahnen teilen. Ich veröffentliche dort Gruppenmitteilungen. Die Gruppe wurde von mir selbst, Dizzi Sternberg, Nimoui Chenier (Nimoui) und J4ne Zane gegründet. Von dort aus hat sie sich zu der heutigen Gruppe mit mehreren Schmalspurbahnen und Besitzern entwickelt.

Vielen Dank, Zen, für all die Sorgfalt, die Details und das Herzblut, das du in die Eisenbahn gesteckt hast, und dafür, dass du dieses Erlebnis mit der Second-Life-Community teilst. Und: Alles Gute zum 11-jährigen Jubiläum der Zany Zen Railway! 

Jedes unserer Spotlight-Interviews bietet einen einzigartigen Einblick in die vielfältigen Erlebnisse und lebendigen Persönlichkeiten, die unsere virtuelle Welt prägen. Entdeckt weitere Geschichten und lass euch inspirieren, indem du unsere vollständige Sammlung der Spotlight-Beiträge besucht 

Englische Quelle Second Life Community Forum

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