Verloren im KI-Einheitsbrei: Warum weniger Hochglanz in Second Life mehr waere ...
Es nimmt spürbar überhand: Überall begegnen uns mittlerweile diese KI-generierten Werbeplakate für Clubs und Events in Second Life. Da mir dieses Thema schon länger unter den Nägeln brennt, wollte ich heute endlich die Zeit nutzen, um dieses Feedback öffentlich zu formulieren.
Ein Blick in einschlägige Event-Gruppen (wie etwa auf Facebook) verdeutlicht das Problem. Wer dort durch den Feed scrollt, stellt fest, dass mittlerweile gut 70 % der Plakate rein KI-generiert sind. Das Erschreckende dabei? Sie sehen im Grunde alle gleich aus, völlig ungeachtet des Themas.
Diese Bilder zeichnen sich oft durch extrem übersättigte, fast schon stechende Farben aus, die das Auge eher überfordern als einladen. Alles wirkt unangenehm glatt gebügelt, künstlich perfektioniert und ist häufig mit Text überladen. Es entsteht der fatale Eindruck, als hätte eine einzige Person das Design für das gesamte Grid entworfen. Doch das war keine Person, sondern schlicht die algorithmische Handschrift einer KI.
Dadurch geht jede Persönlichkeit und Individualität verloren. Ein Plakat sollte eigentlich das Aushängeschild eines Veranstaltungsortes sein, doch was man auf diesen Bildern sieht, hat oft absolut nichts mit der tatsächlichen Location zu tun.
Wenn KI dezent als Unterstützung genutzt wird, um Details zu verfeinern, ist dagegen kaum etwas einzuwenden. Doch der aktuelle Trend zu einem unpersönlichen, kitschigen Einheitsbrei aus knallbunten Schriftzügen und aalglatten Mischwesen zwischen Mensch und Avatar überschreitet meine persönliche Grenze.
Ein Club oder ein Shop lebt von seiner Persönlichkeit. Wir als Besucher möchten das vorfinden, was ein Bild oder ein Text verspricht. Ich bin überzeugt, dass diese sterile Strategie der Massenabfertigung langfristig nicht funktionieren wird. Am Ende ist es für mich auch keine echte Kreativität, lediglich ein paar Schlagwörter einzugeben, um ein fertiges Ergebnis zu erhalten.
Wir sollten uns wieder mehr auf unsere Wurzeln besinnen und zu selbst kreierten Inhalten zurückkehren. In Maßen eingesetzt, mag die Technik schöne Resultate liefern, doch in der aktuellen Masse wirkt sie eher abschreckend. Um ehrlich zu sein, diese knalligen Hochglanz-Bilder haben mit der eigentlichen, charmanten Ästhetik von Second Life kaum noch etwas gemeinsam.
Dezent und mit der Persönlichkeit des Erstellers eingesetzt, ist KI eine feine Sache – aber dieser Einheitsbrei ist mir persönlich definitiv zu viel ...
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